ElternseminareLyrikMusikKochenGesundheit

Geschwister

Geschwister zu haben kann etwas wunderbares sein.

Allerdings nicht immer in jeder Kindheitsphase. Auf die Zukunft gerichtet, ist eine Geschwisterbeziehung eine stabile soziale Beson-derheit, weil sie eine genetische, soziale Komponente hat. So besonders, dass man sich ein Leben ohne den Bruder, die Schwester nicht vorstellen kann.

Unter Umständen und durch die besondere Beziehung kann aber auch ein tiefer Abgrund zwischen Geschwistern sein. Meist haben in diesem Fall die Eltern negative „Fäden gezogen“.

Im kindlichen, familiären Alltag gibt es allerdings Störungen, die uns daran zweifeln lassen. Immer wieder gibt es Eifersucht, Streit Auseinandersetzungen bis hin zu körperlicher und seelischer Gewalt. Augenscheinlich ist es so, dass gerade diese unausweichlichen Konflikte Geschwister zusammenschweißen.

Natürliche Konflikte:

„Entthronungsschock“ das unter Umständen wieder zum Kleinkindverhalten führt.Verunsicherung kann zu aggressivem Verhalten führen.

Fingerspitzengefühl der Eltern ist gefragt.

Wenn die Aufmerksamkeit für das ältere Kind nicht verloren geht und der „Anspruch“ des Älteren Verständnis findet, muss es nicht zu größeren Konflikten kommen, kann sogar als schön erlebt werden.

Deshalb ist es auch wichtig, dass man das ältere Kind auf das neue entsprechend vorbereitet. Es soll bei Überlegungen, z.B. wo kann man das Bett hinstellen, welche Tapete…miteinbezogen werden. Wie Detektiv Bauch abhören. Hier muss nicht nur das Neugeborene wichtig sein, sondern Eltern können hierbei auch die Freude über das jetzige Kind zeigen.

Ich kann dem älteren Kind schon hier signalisieren, das ich seine Position sehe(kein allzu großer Verlust im Kinderzimmer; Thema Spielsachen u.ä.). Die Ankunft des neuen Kindes muss keinen „allzu großen Rahmen“ einnehmen. Eltern können in dieser Phase Bilder ansehen, als das ältere Kind ein Baby war. Hierbei kann man seine Freude nochmals zum Ausdruck bringen.

Mehrere Kinder verursachen anfangs mehr Arbeit. Später bei guter familiärer Entwicklung kann es auch eine Entlastung für Eltern sein.

Geschwister sollte man nicht voraussetzen, sondern den Beziehungen Zeit zur Entwicklung lassen. Also keine Vorwürfe wie: „das ist doch dein Bruder“.Mit in die „Arbeit“ einbeziehen: Flasche geben; wickeln…ohne Forderungen. Übertrieben Sorge und Hilfe für das Baby, signalisiert Schwierigkeiten.Diese genannten Punkte sollten nach der Geburt weiterhin eine Rolle spielen.Voraussetzungen für das Gelingen der Vorhaben:

Elternpersönlichkeit

bei Überforderung z.B. der Mutter, kann diese nicht mehr gelassen auf Konflikte reagieren. Das ältere Kind sollte abwechselnd und regelmäßig mit Vater und Mutter auch mal alleine spielen können, denn es ist ja auch noch ein Kind das seinem Alter entspre-chen Zuwendung braucht.

Rivalität

Kain und Abel(Brudermord)

Rivalität und Zuneigung scheint unter Geschwistern eine natürliche Verbindung zu sein, weil sie in jedem Kulturkreis vorkommt, sogar bei sonst so friedlichen Südseeinsulanern. Vielleicht macht gerade diese Kombination die enge Verbundenheit aus: die vielen Streitigkeiten und die Versöhnungen.

Die natürliche Rivalität(Aggression)sollte nicht noch gefördert werden, z.B. durch das Vergleichen von Kindern(auch nicht unausgesprochen!)

Die Vergleiche in schulischer Leistung wird auch noch durch die Gesellschaft negativ verstärkt. Wir sollten als Eltern auch nicht (bei anderen und vor den Kindern) negative Merkmale besprechen. Dass Kinder unterschiedlich sind, kann wahrgenommen werden.(Stärken, Schwächen…) Wenn Kinder im Alter recht nahe sind, verstärken sich manchmal Probleme, sind 3Jahre dazwischen, gibt es weniger Schwierigkeiten.

„Sandwichkinder“ sollen laut Statistik aggressiver sein, weil sie keinen besonderen Status haben wie das „Erstgeborene“ und das „Jüngste“. In der Wahrnehmung der Eltern sollte auch dieses Kind seinen „besonderen Status“ bekommen durch Be-wusstmachung seiner Qualitäten. Das kann ein Kind wahrnehmen!

Eifersucht

Natürlich auftretend Eifersucht sollte akzeptiert werden. Ist es auffällig hoch ist es gut diese Gefühle anzusprechen.(Thema: emotionale(Gefühls) Erziehung) Dem betroffe-nen Kinder etwas mehr Aufmerksamkeit schenken. Nachfragen wie es ihm geht…

Günstige Grundhaltung der Eltern bei Geschwisterstreit VorüberlegungenEs gibt den Einsatz unterschiedlicher Waffen:

Körperlich: Fäuste, Füße oder Gegenstand

Die List

Sprachgewandtheit

Hinterhältigkeit (z.B. sich auf sein Kleinsein berufen. Eltern lassen sich hier oft verführen)

Dampf ablassen ist gut wenn niemand und nichts beschädigt wird

Nur Einschreiten, falls Kinder selbst keine Lösung finden, oder ein Kind zu sehr leidet. Denn Kinder sollten auch lernen ihre Streitigkeiten selbst durchzustehen(eigene und fremde Grenzen kennen lernen) Außerdem kann streiten auch Spaß machen und Kinder bauen natürliche Spannungen ab.

Bei unfairem „Kampf“ einmischen!

Eltern sollten keine Richter sein, sonst werden sie dauernd dafür benutzt. Vor allem auch deshalb weil der Hergang des Streites oft gar nicht nachvollziehbar ist.

Es ist aber auch in Ordnung wenn ein Kind einen Wutanfall bekommt. Hier ist wichtig nicht mehr zu diskutieren, sonder eher das andere Kind wegschicken, um mit dem wütenden Kind allein zu sein und es

Versuchen sie selbst möglichst ruhig zu bleiben(Siehe Punkt: Elternpersönlichkeit) Körperkontakt suchen, wenn nötig festhalten. Vermitteln von Ruhe und Sicherheit.

Verständnis für Ärger zeigen.

Kindern helfen ihr Wut mit Worten auszudrücken

Versuchen Sie immer ruhiger zu werden

Dies gelingt nur auf Dauer gut, wenn gegenseitige Unterstützung der Eltern vorliegt, denn wenn ich in der Erziehungssituation selbst überfordert bin kann ich nicht ausreichend gelassen und überlegen sein.

Diese Vorschläge gelten auch für Streit zwischen Elternteil und Kind.

I.S.