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Familienurlaubsfahrt

Wie schön könnte der Start in den Familienurlaub sein, wären da nicht die anstrengende Autofahrt und die nervigen Kommentare vom Rücksitz: "Wann sind wir endlich da?", "Ich muss mal", "Stefan zwickt mich dauernd" usw...

Irgendwie gehört das ja alles auch dazu, aber um schlimmere Streitigkeiten zu vermeiden und sich den Urlaub nicht schon vor Beginn zu vermiesen, kann es vielleicht nützlich sein,  Folgendes zu beachten:

Elternvorbild

Wenn Eltern selbst ruhig und gelassen miteinander umgehen, färbt das auch auf die Kinder ab. Lassen die Eltern sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen und machen sie sich gegenseitig kaum Vorwürfe (weil man vielleicht mal falsch gefahren ist...) bieten sie  den Kindern auch wenig Angriffsfläche. Vermeiden sie wichtige persönliche Gespräche während der Fahrt, das Auto ist dafür kein geeigneter Platz und die Kinder spüren sofort, wenn Eltern sich nicht mehr auf die ganze Familie konzentrieren.

Es ist völlig natürlich, dass es Kindern irgendwann langweilig und es für die Eltern dann anstrengend wird.  Eltern sollten dies verstehen und auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen, dies ist meist wirkungsvoller als Schimpfen. Wenn Eltern Verständnis für ihre Kinder zeigen, wächst auch die Bereitschaft der Kinder, dem Fahrer mehr Ruhe zu gönnen, um sich auf den Verkehr zu konzentrieren.

Urlaubsplanung

Beziehen sie ihre Kinder in die Planung des Urlaubs und der Urlaubsfahrt mit ein, damit sie in etwa abschätzen können, wie lange die Fahrt dauert. Sprechen sie die Route mit ihnen durch und vereinbaren sie Zwischenstopps. Kinder können dann die Strecke auf der Karte mitverfolgen und als "Copiloten" dem Fahrer in Abständen informieren. Bei jüngeren Kindern kann es auch sinnvoll sein, wenn der Beifahrer immer wieder mal bei den Kindern auf der Rückbank Platz nimmt. Wenn sehr früh gefahren wird, können die Kinder (mit genügend Kissen ausgerüstet) noch etwas weiterschlafen.

Belohnen sie ihre Kinder angemessen für das Ruhig-Sein und versprechen sie nicht, dass sie gleich am Ziel sind. Planen sie auch Staus ein, rechnen sie am Besten immer mit dem "Schlimmsten" und reagieren sie möglichst gelassen. Legen sie viele Pausen ein, denn eigentlich sollte sich der Fahrer alle  2 Stunden kurz erholen und dem Rest der Familie schadet es auch nicht, sich mal zu bewegen, Federball zu spielen, Gymnastik zu machen, etwas zu essen, oder ausreichend  zu trinken.

Sprechen sie wichtige Punkte mit ihren Kindern vorher ab: Wer sitzt am besten neben wem ? Wie gibt es am wenigsten Ärger? Was sollten sich die Kinder für die Fahrt vor- und mitnehmen? Welches Kuscheltier kann gut trösten? Welches Spiel, Buch oder Kassette am besten ablenken?

Spiele im Auto

    *    "Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist..."

    *    Autokennzeichen raten

    *    Verkehrsschilder raten

    *    Automarken benennen

    *    Lustige Reime finden

Lieder singen

I.S.