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Die "Feldenkraismethode"nach Dr. Moshe Feldenkrais. Er wurde 1904 in Slawuta/Russland geboren und lebte dann bis zu seinem Tod 1984 in Tel Aviv. Er war ursprünglich Physiker und Ingenieur. In dieser Zeit befasste er sich schon intensiv mit Bewegung. Er gründete den ersten Judoclub in Frankreich und erlangte als erster Europäer den "schwarzen Gürtel". Ihn interessierte der Zusammenhang zwischen Bewegung und Wahrnehmung, zwischen Bewusstsein und Denken und dem menschlichen Lernen im Allgemeinen.Nach einer Knieverletzung beim Fussballspielen, begann er sich noch intensiver mit Physiolgie und Neurophysiologie zu befassen und entwickelte Jahre später die nach ihm bekannte Behandlungsmethode.Für den Lernprozess stehen zwei Wege zur Verfügung:1) Bewußtheit durch Bewegung findet in der Regel in einer Gruppe statt. Dabei wird eine Bewegung auf leichte und spielerische Weise mit verschiedenen Variationen erforscht. Das gibt dem Nervensystem die Gelegenheit, feine Unterschiede wahrzunehmen und im Erspüren Alternativen zu erkennen. Der Gruppenleiter macht keine Bewegung vor, sondern gibt Anweisung als "Angebot".2) Funktionale Integration Funktion wie (1) wird jedoch in Einzelarbeit angewandt und geht individueller auf den Lernenden ein. Über Berührung und Bewegt-Werden durch den Lehrer entsteht eine Art "Gespräch ohne Worte" Weitere Definitionsansätze: Die Feldenkrais- Arbeit ist eine Methode, bei der über Bewegung ein ganzheitlicher Lernprozess und eine vertiefte menschliche Entwicklung angeregt wird. Das Ziel ist es, die Wahrnehmungs- und Empfindungsfähigkeit zu schulen, zu verfeinern und dadurch die Wahlfreiheit im Spiel von der Bewegung zu ermöglichen. Diese Verfeinerung soll helfen, den ganzen Menschen aufzurichten, ihm Halt zu geben und ihn damit wieder in Einklang von Körper, Geist und Seele zu bringen.In feinen und mühelosen Bewegungsabläufen, die vom Lehrer begleitet werden, kann jeder lernen, sich im Reichtum seiner Bewegung und Beweglichkeit zu finden.Bewußt, langsam und in kleinen, aufeinander aufbauenden Schritten, werden die Bewegungen ausgeführt. Auf diese Weise werden Zusammenhänge im Körper erfahrbar. Dies fördert das Körpergefühl, das Selbstbild und die Qualität des Lebens.Feldenkrais steuert gegen die Lehrmeinung, dass der Mensch ein festgelegtes Wesen, ein statisches Gebäude aus bestimmten Eigenschaften ist. Das menschliche Leben so Feldenkrais ein dynamischer Vorgang, der ununterbrochen vorangeht. In der Feldenkrais- Arbeit lernt man Gewohnheiten wahrzunehmen und zu verändern.
Die Methode gründet auf Erkenntnissen der neuropsychologischen Forschung. Sie umfasst Übungen körperlicher und geistiger Art, die dem Lernenden die Möglichkeit gibt, Körper und dessen Funktion besser zu verstehen. Statements: - Die vier Elemente unseres „Ich. Bildes“ sind Gefühle, Denken, Wahrnehmung und Bewegung. - Gewohnheiten behindern das Lernen neuerer und unter Umständen besserer Verhaltensweisen. - Nicht was ist, sondern die Art wie etwas vor sich geht, bedarf der Korrektur.
Der Mensch ist von Geburt an einer Vielzahl von physischen und psychischen Einflüssen ausgesetzt, die sich in seiner Bewegung und Haltung widerspiegeln. Dabei entwickelt der Mensch sein eigenes Bewegungsmuster. Deshalb erkennen wir auch schon von weitem einen anderen Menschen an seinem Gang. Das äußere Bewegungsmuster soll nicht auf „Biegen und Brechen“ geändert werden. Was mir als Lernender wichtig erscheint, ist Alternativen zu entdecken und meinen „körperlichen Erfahrungsschatz“ erweitern. Ein bewußterer, veränderter Umgang durch angeleiteter Bewegung, erweitert auch Denkstrukturen bietet dem Gehirn (sanft) neues Lernen an. Dies fördert wie auch bei den anderen genannten Disziplinen auf meiner Homepage, eine höhere Achtsamkeit und Präsenz im Alltag. Oder mit Moshe Feldenkrais ausgedrückt: „Ich glaube, dass die latenten Fähigkeiten eines jeden von uns beträchtlich größer sind als die, mit denen wir leben“ Als weitere Ziele in der Feldenkrais- Arbeit werden genannt: verbesserte Beweglichkeit; größere Leichtigkeit der Bewegungsausführung; erhöhte Leistungsfähigkeit und Ausdauer; Abbau von Stress und Verspannungen; Funktionale Verbesserung bei Schmerz und Bewegungseinschränkung; Verbesserte Haltung und Koordination; Verbesserte Performance bei Sportlern, Schauspielern, Musikern und Tänzern; erhöhte Lernfähigkeit und Kreativität.
Auch hier gilt wieder: Wissen ist gut, ausprobieren ist besser. Oder: erst in Verbindung von Wissen mit praktischer Erfahrung, unter guter Anleitung können wir erst verstehen bzw. lernen.Als Lehrerinnen habe ich kennen gelernt: Heike Schmitt Gerbrunner Strasse 34a 97236 Randersacker Tel.: 0931/ 709573 Frau Schmitt gibt auch Kurse in WürzburgSchwester Margit aus dem Kloster Schlehdorf bei Murnau http://www.schlehdorf.org/Feldenkrais.htm Diese Adresse ist gut, wenn man sich ein Wochenende oder einen Kurzurlaub in einem Kloster gönnt. Am Kochelsee im Voralpenland bei Murnau.Ergänzend zu Kursen kann ich die CD von Beatriz Waltherspiel empfehlen.
Bücherauswahl: Feldenkrais: „Bewusstheit durch Bewegung“ Frank Wildmann: "Feldenkrais" Ruthy Alon: "Leben ohne Rückenschmerzen" hier sollte auch ein Lehrer Bücher empfehlen....
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