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| Joggen

Laufen ist natürlich. Dies ist ein Argument für Bewegung. Unser Leben spielt sich zwischen Aktivität und Ruhe, Anspannung und Entspannung, Ein- und Ausatmen ab. Die Kunst ist es, die Balance zwischen diesen Polen zu finden. Laufen im Freien bei "Wind und Wetter" stärkt die Abwehrkräfte und bindet den Menschen in jede "Erscheinungsform" der Natur ein. Wir nehmen mit all unseren Sinnen die Umgebung auf und schulen so unsere Wahrnehmung und Achtsamkeit. Laufen mit anderen, hat einen gemeinschaftsfördernden Aspekt und wirkt sich positiv auf die seelische Befindlichkeit aus. Langsames, schonendes Laufen hat einen meditativen Charakter. Beim Laufen allein, schweigend, wird der Aspekt der meditativen Erfahrung verstärkt: Der Mensch nähert sich der Natur an, seine Gedanken fließen dahin. Der Läufer beginnt seine Umgebung aufzunehmen und öffnet sich für äußere Eindrücke der Natur. Neben der meditativen Einstellung ist aber auch eine gewisse körperliche Leistungsfähigkeit/ Fitneß voraus zu setzen. Denn das meditative Laufen ist keine passive, sondern aktive Form der Entspannung. Eine gewisse Ausdauer und Lauffähigkeit muß vorhanden sein, bzw. erarbeitet werden, um die Bewegungen in aller Ruhe und in halbwegs entspannter Form durchzuführen. Die Tiefe der Meditation, der Laufrhythmus und die Atemfrequenz werden von dem Läufer individuell geregelt. Laufen kräftigt Herz und stabilisiert den Kreislauf; senkt den Bluthochdruck; verbessert die Durchblutung des gesamten Organismus; nimmt positiven Einfluss auf den Stoffwechsel; kräftigt die Skelettmuskulatur; steigert die Ausdauer; stabilisiert das Immunsystem; steigert die Leistungsfähigkeit in der Arbeit; erhöht die Stresstoleranz und hebt die Stimmungslage.Die Gelenke von Joggern werden nach Expertenansicht nicht stärker in Mitleidenschaft gezogen als die von nicht joggenden Menschen. Das berichtet die Fachzeitung "Ärztliche Praxis" unter Berufung auf den Sportmediziner Markus Walther aus Würzburg. Deshalb sei Dauerlauf als Sport auch für ältere Menschen zu empfehlen. Laufsportler leiden seltener an Rückenschmerzen als der Bevölkerungsdurchschnitt. Dies geht aus einer Studie der Gesellschaft für Orthopädisch- Traumatologische Sportmedizin (GOTS) hervor. Dabei war bei 1200 Langstreckenläufern der Zusammenhang zwischen Alter, Verletzungen und dauerhaften Schäden untersucht worden. Der Studie zufolge führt Langlauf bei Älteren entgegen einer weit verbreiteten Annahme auch nicht zur Überlastung der Gelenke. Zwar litten Sportler über 50 Jahren erwartungsgemäß häufiger unter Arthrose im Bereich der Hüfte. Der altersabhängige Anstieg falle aber nicht anders aus als in der Gesamtbevölkerung. Regelmäßiges Laufen nimmt Einfluss auf bedenkliche Lebensgewohnheiten wie Umgang mit Alkohol, Nikotin und unmäßiges Essen(Suchtprophylaxe).Durch das "Laufen lassen", lösen sich unvollendete Gedanken. Es werden, ohne Konzentration auf Gedanken oder Probleme, Lösungsangebot wie von selbst "nach oben" befördert. "Beim Gehen gehts besser" | |
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