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Wandern

Du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern. Die Bäume und Steine werden dich Dinge lehren, die dir kein Mensch sagen wird.    Bernhard von Claivaux

 

Als Miteinander von Mensch und Natur ist Wandern eine der elementarsten Formen des Erlebens: aus eigener Kraft, mit offenen Sinnen, als Teil der Natur und Achtung vor ihr, sich in Wäldern und Tälern und auf Bergen zu spüren und auf Gipfeln zur Ruhe zu kommen.
Jeder der wandert oder längere Spaziergänge macht, kennt das Gefühl beseelt zu sein, beschenkt zu werden von einer Macht, die uns umgibt und einbindet und uns ein Gefühl der Zugehörigkeit zu „einem großen Ganzen“ gibt. Im Wandern finden wir wieder Ruhe, Stille und innere Einkehr.
„Beim Laufen geht’s besser“.
Schon ein einstündiger Spaziergang rückt uns wieder ins Lot, schafft neue Ordnung, bringt uns wieder in einen natürlichen Rhythmus. Unser Tagesablauf sollte immer wieder einmal den Spaziergang beinhalten und eine Vertiefung in Urlaubswanderungen finden. Und dann ist da noch eine Freude, die unbeschreiblich ist....

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilder: Bergwandern im Voralpenland um Garmisch  8/04
Bevorzugt  beim Wandern sind Wege, die durch möglichst naturnahe Landschaften führen, mit der Möglichkeit, abwechslungsreiche Landschaftsbilder zu sehen.
Die Harmonie natürlicher Landschaften schmeicheln dem Auge und der Seele. Der Blick auf sanfte Bergsilhouetten oder waldumsäumte Wiesentäler hat einen ungeahnt befreienden Effekt.
Ideal ist, wenn ein Weg ein weiches Auftreten auf naturgewachsenem Boden (Erde, Gras, Laub) ermöglicht, wenn ein kurvenreicher Pfad ständig neue Perspektiven eröffnet und sich Möglichkeiten zur Rast und Einkehr bieten.
 
Das Gehen in Laub und Moos, die frische Kühle von Quellen und Bächen , der Wind, der uns ins Gesicht bläst, sind die „wahren Sensationen“. Im Gegensatz zu anderen Umweltreizen empfinden wir Naturschauspiele als nicht stressig, sondern nehmen sie mit anstrengungsloser Aufmerksamkeit wahr. Wenn alle unsere Sinne angesprochen werden, sind wir in „unserem Element“ und fühlen uns geborgen und wohl.
 
Stille, Abgeschiedenheit sind zu einem Luxus geworden der allerdings „erschwinglich“ ist. Dabei muss  es nicht die totale Stille sein, es geht mehr um die Unaufdringlichkeit einer  natürlichen Lautkulisse wie Rauschen, Plätschern, Gurgeln, Zwitschern und darüber hinaus noch die eigenen Atemgeräusche. Mit der äußeren Stille kehren auch innere Ruhe und eine Verlangsamung ein. Hektik und Stress, die wir in hohem Maße „verkörpert“ haben, werden ausgebremst und wir brauchen immer weniger künstliche „Kicks“.
Der Mensch ist auch ein aktives Wesen und Wohlbefinden stellt sich auf Dauer nur ein, wenn alle Sinne und Fähigkeiten angesprochen werden. Das erfordert den Wechsel von Aktivität und Passivität, von Anstrengung und Entspannung, von innerlichen und äußerlichen Erlebnissen.

 

Spaziergang in den Weinbergen um Randersacker

 

 

 

 

 
Führung im Botanischen Garten in Würzburg. Führungstermine unter www.bgw.uni-wuerzburg.de

 

 

 

 

 

 

 

 
 
Naturschutzgebiet zwischen Gieshügen und Theilheim bei Würzburg

 

 

 

 

 

 

 

 

Von Karlstadt Richtung Gemünden auf den Trockengebieten

 

 

 

 

 

 

 
Bootwandern auf der Moldau
Bootwandern heißt: in die Natur eintauchen und sich dem Strom übergeben. Mit dem Boot unterwegs sein heißt: Achtung vor den Naturgewalten Wind und Wasser entwickeln und manchmal Grenzen überwinden, vor allem, wenn es um die Überwindung von Wehren geht.
Die Gruppe trägt den Einzelnen und der Einzelne gibt seine individuellen Impulse: ein homogener Kreislauf. Die Inspiration aus der Natur und der weiche Einstich unserer Paddel harmonisieren sich im Laufe der Zeit.