| Was ist Mystik?Das Wort kommt aus dem Griechischen, ist eine Grundform religiösen Lebens und meint das "unmittelbare Erleben Gottes". Die Nähe des "Göttlichen", "sich als Einheit" zu spüren, durch Kontemplation und Meditation. Die Mystik wird als gemeinsamer Ursprung aller Religionen gesehen. Eine Art "kosmische Religion". Eine asiatische Ausprägung finden wir im "Zenstudium". Im meditativen Sitzen, soll über eine "innere Wesensschau", die Erleuchtung erreicht werden. Die katholische Kirche tut sich schwer, das Erbe Mystik in Ihr Gedankengebäude einzubinden, obwohl gerade sie mit Meister Eckhart(14.Jhr.) den bekanntesten Vertreter beherbergt. Besondere Schwierigkeiten hat die Katholische Kirche mit dem Gottesbegriff der Mystiker, siehe anschließende Verse von Eckhart: In meiner(ewigen) Geburt wurden alle Dinge geboren und ich war Ursache meiner selbst und aller Dinge, wäre aber ich nicht, so wäre auch "Gott" nicht: DassGott "Gott" ist, dafür bin ich die Ursache; wäre ich nicht, so wäre Gott nicht "Gott".Meister Eckhart/Predigt32
Das Auge in dem ich Gott sehe, ist das selbe Auge darin mich Gott sieht; mein Auge und Gottes Auge, das ist ein Auge und ein Sehen und ein Erkennen und ein Lieben.Meister Eckhard
Wir sollen nimmer ruhn, bis wir das werden, was wir ewiglich in Gott gewesen sind.Meister Eckart
Augustinus sagt: Gehe nicht nach außen; kehre in dich selbst zurück, im innern Menschen wohnt die Wahrheit.Meister Eckart
Gott wohnt in einem Licht, zu dem die Bahn gebricht. Wer es nicht selber wird, der sieht ihn ewig nicht.Angelus Silisius
Nicht das macht frei, dass wir nichts über uns anerkennen wollen, sondern eben, dass wir etwas verehren, das über uns ist. Denn in dem wir es verehren, heben wir uns zu ihm hinauf und legen durch unsere Anerkennung an den Tag, dass wir selber das Höhere in uns tragen und wert sind, seines gleichen zu sein.Johann Wolfgang von Goethe
Man soll sich also darin üben, Gottes Gegenwart in allen Dingen zu suchen, etwa im Verkehr, im Gehen, Sehen Schmecken, Hören, Denken, überhaupt in allem, was man tut. Ist doch Gottes Sein in allen Dingen, durch Gegenwart, Wirken und Wesen. Und diese Art zu "betrachten", bei der man Gott in allem findet, ist leichter, als wenn wir zu geistlichen Stoffen mehr abstrakter Art erheben wollten, in die wir uns doch nur mit Mühe versenken können.Ignatius von Loyola
Die Geburt ist nicht ein augenblickliches Ereignis, sondern ein dauernder Vorgang. Das Ziel des Lebens ist es ganz geboren zu werden und seine Tragödie, dass die meisten von uns sterben, bevor sie ganz geboren sind.Erich Fromm
Das Bewusstsein repräsentiert den sozialen Menschen, dessen zufällige Grenzen durch die historische Situation gezogen sind, in die ein Individuum geworfen wird. das Unbewusste hingegen verkörpert den ganzen Menschen, der im Kosmos verwurzelt ist.Erich Fromm
Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.Antoine de Saint- Exupery
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